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Willy-Brandt-Preis 2015 geht an Ágnes Heller

Der Internationale Willy-Brandt-Preis geht im Jahre 2015 an Ágnes Heller. Das hat die preisverleihende Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Staatsminister a.D., entschieden. Heute fand die Preisverleihung im Willy-Brandt-Haus in Berlin statt. Die Laudatio hielt der SPD-Parteivorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel.

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Gabriel lobte das Engagement und den beispielgebenden Einsatz der ungarischen Professorin und Philosophin Ágnes Heller für Freiheit und Verständigung in Europa. Als überzeugte Kämpferin gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung stelle sich Heller auch in aller Deutlichkeit gegen einen neuen Autoritarismus in ihrem eigenen Land.

Gabriel betonte in seiner Dankesrede neben dem Engagement der ungarischen Preisträgerin aus aktuellem Anlass auch, wie wichtig politische Pluralität in Deutschland sei. Bisher seien NPD und AfD nur bedenkliche Erscheinungen am Rande der politischen Gesellschaft. Sie würden nunmehr aber zunehmend gefährlich.

kigrips kann diese Aussagen, besonders angesichts des peinlichen Talkshow-Auftritts des AfD-Oberen Björn Höcke am vergangenen Sonntag und des feigen Mordanschlags auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker am Tag zuvor, nur unterstreichen.